Acryl-Hilfsmittel




 

In der Regel wird Acrylfarbe einfach mit Wasser verdünnt. Man sogar so viel Wasser zusetzen, dass sogar ein aquarellähnliches Ergebnis erzielt werden kann. Gibt man allerdings mehr als 50 % Wasser hinzu dann ist die Farbe nach der Trocknung nur noch eingeschränkt wasserfest. In einem solchen Fall muss man die Oberfläche vor Feuchtigkeit schützen, was am einfachsten durch die Verwendung einer Sprühfirnis geschieht.

Wasser ist aber nur eines verschiedener Hilfsmittel in der Acrylmalerei, aber sicher ein wichtiges und preiswertes. Heute gibt es aber viele verschiedene Malmittel für jede mögliche Technik.

Die Acryl-Hilfsmittel lassen sich in vier Gruppen einteilen:

1. Medien, die den Glanzgrad verändern

Die glanzverändernden Acrylmedien sind flüssig eingestellt und verändern die Acrylfarbe in eine matte, seidenmatte oder glänzende Farbe. Durch diese Medien wird die Acrylfarbe auch verdünnt, ohne an Haftkraft zu verlieren. Zu stark mit Wasser verdünnte Farbe verliert hingegen ihre Haftfestigkeit. Diese Medien heißen z. B. Medium, Fluid-Medium, Malmittel. Die Bezeichnungen tragen noch den Zusatz „glänzend“, „matt“ oder „seidenmatt“. Die Medien erhöhen die Transparenz der Farbe und sind auch als farbloser Überzug geeignet. Auch

Durch den Zusatz von Mattierungsmittein bekommt die Acrylfarbe oft eine stumpfe Oberflächenwirkung. Die Farbe verliert durch den Zusatz auch an Haftkraft, da in diesen Mattierungsmitteln kein Bindemittel enthalten ist.

2. Trocknungsverzögerer

Trocknungsverzögerer sollen die schnell trocknende Acrylfarbe länger vermalbar halten. Damit wird ein deutlich längeres Nass-in-Nass-Malen möglich. Damit eine spürbar verzögernde Wirkung eintritt, müssen Sie den Acrylfarben 10 % bis 30 % Verzögerer beimischen. Bei einer Zugabemenge von 30 % wird die Farbe fast doppelt so lange feucht gehalten wie ohne Verzögerer. Mischt man der Farbe allerdings zu viel Verzögerer bei, kann es sein, dass die angetrocknete Farbe beim Übermalen angelöst wird.

Ein kleiner Prozentsatz Verzögerer in der Farbe erleichtert detailliierte Lasur- und zarte Verschmelztechniken.

Trocknungsverzögerer können auch vor dem Farbauftrag mit dem Pinsel direkt auf den Malgrund gestrichen werden. So entsteht eine absorbierende Schicht, auf der die Farben lange genug feucht bleiben, dass man sie glatt verschmelzen kann.

Trocknungsverzögerer werden auch als Retarder, Verzögerer oder Slowdry-Medium bezeichnet. Acryl-Retarder sind speziell für den Einsatz mit Acrylfarben und Acrylmedien entwickelt worden. Es gibt sie aber auch für die anderen Farbtypen.

Der Hauptbestandteil eines Trocknungsverzögerers ist Propylenglykol, das als Feuchthaltemittel dient.  Je mehr Glykol in der nassen Farbe vorhanden ist, umso länger braucht die Farbe zum Trocknen.

3. Verdicker

Verdicker bewirken eine Veränderung der Acrylfarben zum Pastosen. Verdicker vergrößern das Volumen der Farbe und werden oft für Spachtelarbeiten und Collagen eingesetzt. Die Farben wirken damit transparenter.

4. Acryl-Firnisse

Es ist ratsam, das fertige Bild mit Firnis vor Schäden durch Berührung oder Umwelteinflüsse zu schützen. Acryl-Firnis ist mit matter, seidenglänzender und hochglänzender Oberfläche erhältlich. Man kann die Produkte auch mischen und so den Glanzgrad selbst bestimmen.

GLANZFIRNIS

Es gibt sowohl entfernbaren alsı auch nicht-entfernbare Versionen. Entfernbarer Glanzfirnis ist mit Terpentinersatz verdünnbar und kann mit Lösungsmitteln entfernt werden. Beide Varianten trocknen zu einer harten, flexiblen und nicht vergilbenden Glanzschicht.

MATTFIRNIS

Entfernbarer Mattfirnis ist mit Terpentinersatz verdünnbar und mit milden Lösungsmitteln entfernbar. Nach dem Trocknen entsteht ein nicht reflektierender Schutzfilm, der flexibel bleibt und nicht vergilbt. Glanz-und Mattfirnisse vom gleichen Typ können vermischt werden und ergeben am Ende einen seidigen Glanz.