Paletten für Acrylmalerei


Auch wenn eine große Holzpalette in der Hand eine gewisse Malromantik versprüht, für die Nutzung in der Acrylmalerei ist sie eher ungeeignet. Die Acrylfarben dringen in die Oberfläche ein und nach dem Trocknen der Farbe auf der Palette ist sie nicht mehr zu entfernen.

Daher ist die Verwendung von Paletten mit harten und porenfreien Oberflächen in der Acrylmalerei viel mehr verbreitet. Solche Oberflächen führen dazu, dass die getrockneten Acrylfarben nicht eindringen, sondern vielmehr einen nicht haftenden Film bilden, der dann während der Reinigungsphase einfach abgezogen bzw. abgelöst werden kann.


Materialien mit solchen Eigenschaften sind Kunststoffe, Keramik, Glas oder auch Edelstahl. Besonders beliebt sind Paletten aus Glas oder Keramik, da sie nach dem Reinigen immer noch wie neu aussehen. Kunststoffpaletten sind in der Regel sehr preiswert, können aber mit der Zeit fleckig und unschön aussehen. Allerdings kann man sich immer noch überlegen, ob man eine relativ teure Keramikpalette für Profis kauft oder nicht einfach alte Teller oder Porzellanstücke als Palette verwendet.

Einige professionelle Künstler schwören auf Paletten aus Glas, da man durch die Transparenz der Palette damit die Farben bei Auflage auf das eigentliche Werk die Mischung der neuen Farben mit dem Farbton auf dem bemalten Grund vergleichen kann.

Auf sogenannten Flachpaletten trocknen die Farben etwas schneller als auf Paletten mit Vertiefungen. Daher sollte man zum Anmischen von größeren Mengen durchaus die Paletten mit Vertiefungen vorziehen, während bei relativ kleinen Werken auch flache Paletten ausreichend sein dürften. Es gibt auch Modelle mit einer Art Deckel, der dann das schnelle Austrocknen der Farben weitgehend verhindert.

Es gibt Wegwerfpaletten aus Spezialpapier, die durchaus auch für die Acrylmalerei verwendbar sind, solange das Papier die Feuchtigkeit der Farbe nicht zu schnell aufnimmt. Dies kann neben einer Welligkeit der Palette besonders auch zum sehr schnellen Austrocknen der Acrylfarben führen.

Die Form der Palette ist meist eher von subjektivem Interesse. Es gibt die verschiedensten Formen, von der traditionellen Nierenform bis zu runden, quadratischen oder rechteckigen Varianten. Ob ein Daumenloch sinnvoll ist oder nicht muss man selbst entscheiden. Man sollte einfach ein paar Modelle ausprobieren und wird schnell entscheiden, welche Varianten man dauerhaft verwenden wird.

Die meisten Maler mischen die Farben auf der Palette in einer logischen Anordnung und behalten diese Positionierung auch weitgehend gleich, damit sie fast ohne Hinschauen wissen, wo sich welche Mischung befindet. Aber auch dabei muss man einfach seinen eigenen Weg finden.

 

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