Pastell-Fixative


Schutz der Pastell-Kunstwerke

Schlussfixativ

Sicher ist sicher

Pastell-Werke sind sehr empfindlich sind und benötigen in fast allen Fällen einen Schutz. Pastellfarben reagieren empfindlich auf Berührung und müssen gegen Reiben und Kratzen geschützt werden., da sich nur sehr geringe Mengen an Bindemitteln in den Pastellkreiden befinden.

Es ist sogar ratsam, dass man mehr als eine Schicht Fixativ auf das fertige Werk bringt. Zwei oder drei dünne Schichten sind besser als eine dicke, da Fixative in großen Mengen die Oberflächen verkrusten lassen können.




Die Trocknungszeit differiert je nach Temperatur,-  Luftfeuchtigkeit und Produktzusammensetzung.  Zwischen den beiden Sprühvorgängen sollte man eine Trocknungszeit von 30 – 60 Minuten vergehen lassen.

Ein Fixativ ist wahrscheinlich die einfachste, schnellste und preiswerteste Lösung zur Sicherung gegen Abrieb und Umwelteinflüsse. Fixativ ist eine Art schwacher Firnis  aus einer Lösung von Schellack, Dammarharzen oder auch PVA (Polyvinylacetatharz) in Alkohol. Das Fixativ wird einfach über die Oberfläche des Werkes gesprüht.

Fixative werden meist in Spraydosen angeboten. Es gibt aber auch noch Fixative in Glasflaschen, die mit einem Mundzerstäuber auf das Bild aufgetragen werden. Dabei ist es das Ziel , die kleinen Pastellteilchen auf dem Papier zu fixieren, damit sie nicht wieder abfallen können.

Beeinträchtigung der Farben

Einige Künstler sind sehr zurückhaltend, wenn es um den Einsatz von Fixativen geht. Sie verwenden nur sehr wenig oder gar kein Fixativ, da sie eine Veränderung des Bildeindrucks durch diese Nachbehandlung befürchten. Fixative dunkeln die helleren Pastellfarben leicht ab, wodurch zarte Farbnuancen zerstört werden können.

Wenn man den Charakter der Pastellmalerei und die Farbtöne möglichst wenig verändern möchte, ist die Verwendung eines Alkohol-Kasein-Fixativ wahrscheinlich die beste Wahl.

Alternativ kann man natürlich die Kunstwerke auch in einen Glasrahmen bringen oder in Folie einschweißen. Aber auch dieser Schritt kann das Werk in seinem Charakter und der Wirkung beeinflussen.

Zwischenfixativ

Dieses Fixativ ist sehr schwach und daher für die Fixierung der einzelnen Zwischenschichten während der Arbeit am Pastell gedacht. Wenn man Zwischenfixative wohl überlegt einsetzt, ermöglichen sie es dem Künstler, die Pastelle Schicht für Schicht aufzutragen, ohne dass dabei die jeweils untere Schicht zerstört wird oder sich die Farben ungewollt vermischen.

Man kann diese Zwischenfixierung auch bewusst partiell einsetzen, um zum Beispiel bestimmte Texturen zu erzeugen und damit eine zusätzliche künstlerische Wirkung zu erreichen.